Das Seminar untersucht, wie gesellschaftliche Umbrüche bestehende Rechtsordnungen herausfordern, verändern oder neu hervorbringen. Im Mittelpunkt stehen historische und aktuelle Transformationsprozesse – etwa Revolutionen, Krisen, soziale Bewegungen oder Globalisierung – und deren Auswirkungen auf nationale und internationale Rechtsstrukturen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Zusammenspiel von Völkerrecht, Menschen- und Bürgerrechten sowie grundlegenden rechtsstaatlichen Prinzipien. Die Teilnehmenden analysieren, wie normative Ordnungen entstehen, verhandelt und durchgesetzt werden – und welche Rolle Macht, Interessen und gesellschaftlicher Wandel dabei spielen. Anhand konkreter Fallbeispiele (z. B. internationale Konflikte, soziale Bewegungen, Krisensituationen) reflektieren die Teilnehmenden, inwiefern Recht Stabilität schafft oder selbst Ausdruck von Veränderung ist.
Thomas Walther